Zur Erinnerung: The Crookes – Hamburg, Molotow – 30.11.2011

Oh, war das schön. Dank an Pia für die Geschenkeinladung zu dem Konzert, das ich ansonsten sicher verpasst hätte. Ganz toll mal wieder im Molotow zu sein, diesem Zwergenclub, wo man so dicht dran sein kann, wie sonst fast nirgends. Zauberhaft wie toll der Sänger singen kann und dies auch tat. Ganz groß werden die nie, denke ich. Sonst wäre die aktuelle Platte anders. Aber für mich eine der tollsten Musik-Sachen 2011.

Heinz Strunk – In Afrika

Heinz Strunk - In AfrikaPremium Content von Heinz Strunk. Hat wegen einiger Umpriorisierungen und Pausen aber trotzdem wieder ewig gedauert.

Das Leben könnte so schön sein. Mit ein wenig Muße, etwas Geld und vor allem mal ohne Kinder. Ein Buch über all die Laster… Trinken. Rauchen. Essen. Spielen. Frauen. Von allem aber nur ein bisschen. Sehr entspannt und wie immer putzig.

Am Ende dann aber die weltpolitische Keule. Und Apocalypse-Now-Zitate. Das Herz der Finsternis schlägt auch heute noch. Letzteres sollte man auch mal wieder lesen. Und das andere sehen.

Alles genau richtig.

& Thees Uhlmann singt uns ein Lied, Große Freiheit 36, Hamburg, 29.10.2011

Das war dann doch einfach noch mal zwei, drei Nummern größer. Was für ein schöner Abend. Denn auch die Frau war dabei. Ein Vorband-Act mehr, die Acapella-Bubis Anders aus Heidelberg. Prinzenalarm. Der erste Titel ging noch wegen Niedlichkeitsfaktor. Dann war aber auch gut. Imaginary Cities waren dann so okay wie letztes mal, nur war ich irgendwie noch viel ungeduldiger. Als es dann los ging, war das gleich so unglaublich groß. Schön zu sehen, dass vieles bei Thees noch situationsbezogen oder einfach so passiert. Keinen Moment Langeweile. Rock’n’roll. Ganz toll das Nachgedröhne beim Jay-Z-Song. Ging mir den ganzen Tag nicht aus dem Kopf. Irgendwie schade das der große Kleine noch nicht dabei war. Vielleicht beim nächsten Mal. Das gestern wäre die richtige Schule gewesen.

Weltwirtschaft, ach so kapriziös

Seit Wochen plane ich die Implementierung eines NAS-Systems für zu Hause. Und je mehr ich forschte, desto größer – aber auch schöner und verheißungsvoller wurde das Projekt. Und nun als im Prinzip alles klar war, kommt diese Flut. In einem relativ kleinen Teil dieser Welt könnte man meinen. Und doch groß genug, um die globale Festplattenherstellung so arg zu beschädigen, dass nun das schöne Projekt auf Eis liegt. Mal sehen wie lange. (Und natürlich sind meine Gedanken auch bei den unmittelbar Betroffenen.)

Ruhe in Frieden, alter Freund

Ruhe in Frieden, grauer FreundDas war nicht leicht. Aber es ging nicht mehr anders. Der gute alte Begleiter konnte nicht mehr. Der Lenker abgebrochen, das Tretlager Murks. Es knirschte und klapperte überall. Mit großem Aufwand hätte man sicher noch irgendwas machen können. Aber das wäre dann eher in ein Liebhaberprojekt ausgeartet, das dem eigentlichen Zweck, tagtäglich an irgendeinem zugigen U-Bahnhof der Stadt rumzustehen und auf seinen Einsatz zu warten, nicht angemessen gewesen wäre.

Insofern bleibt nur ein Nachruf auf die großen Zeiten. Es gibt wohl kaum einen Gegenstand, der mich so lange begleitet hat. Fast so alt wie ich, hatte ich als Kleinkind bereits auf dem Rad gesessen, auf einem klitzekleinen Sitz am Steuerrohr, die Füße auf putzigen Ausklapp-Pedalchen, die an der Gabel angebracht waren. Einen Helm gab es natürlich nicht, dafür aber Speichenschutz.

Das Rad gehörte meiner Mutter, wurde aber auch zu Kinder- und Jugendzeiten schon oft von mir benutzt, wenn mein Fahrrad irgendwie unpässlich war, wegen dubioser Reifenschäden, die manchmal monatelang anhielten. Ach, das war alles so schwer damals. Und schon immer hatte ich die Wendigkeit und gemütliche Übersetzung gemocht. Dieser Minirad genannte Typ war in unserem Wohngebiet eine Weile auch populäres Klauobjekt der Halbstarken, da es leicht zu einer Art Cross-Rad umzubauen war. Denn es gab bei uns natürlich keine BMX-Räder… Unser Hochsicherheitskeller hielt dem üblen Treiben aber stand.

Meine Mutter fuhr das Rad wohl bis kurz nach der Wende. Dann ging es irgendwie und irgendwann in meinen Besitz über und diente lange als Zweit- oder Drittrad für Gäste oder Touren mit unbestimmtem Verbleib an unsicheren/öffentlichen Orten. Dann gab es nochmal ein letztes halbes Jahr Dauereinsatz Messberg-Hafencity-Messberg und nun ist einfach Schluss. Mach’s gut.

Thees Uhlmann, M.A.U. Club, Rostock, 22.10.2011

Thees Uhlmann, M.A.U. Club, Rostock, 22.10.2011Nach vielen Jahren war ich endlich mal wieder für einen richtigen Besuch in der Stadt, in der alles begann. Zumindest das mit dem Bier und der Musik. Und dann konnte ich sogar den Popmusikskeptiker überzeugen, mit in ein Konzert zu kommen, das zum passenden Zeitpunkt stattfand. Was haben wir damals im MAU nicht alles gesehen. Heute ist das ein völlig neuer Laden und es gibt nichts zu meckern. Gute Lage, nettes Personal, alles schön klein und die Preise sowieso auch. Nach der Vorband Imaginary Cities, die ganz nett war und ein bisschen Umbau legen Thees Uhlmann und die Band dann los. Stimmung sofort bombig. Erstaunlich, mit was für einer Textsicherheit das Jungvolk da am Start ist. Ich war ja ewig nicht auf ‘nem Tomte-Konzert und war ein bisschen ahnungslos. Großartige Stimmung. Die Jungen und die Alten, die Mädchen und die Jungs. Alle ein fettes Lächeln im Gesicht. Natürlich werden nachher die Lieder knapp und dann muss noch mal der Hit ran. Aber auch das so cool und gewaltig mit nochmal rein und wieder raus. Atemberaubend. Toller Abend. Mal sehen, wie es dann am nächsten Samstag läuft.

So schön am Millerntor

so-schoen-am-millerntor

22.08.2011 – St. Pauli : MSV Duisburg – 2:1

Gut, dass die Ecke da nicht zugebaut ist. Malerisch…

Da war das Spiel noch so naja. Was sich dann aber in der zweiten Halbzeit direkt vor unseren Augen abspielte, war allerfeinster Zweitligafußball. Und was für ein Finale. Normalerweise verlieren wir solche Spiele noch kurz vor dem Ende. Trotz drückender Überlegenheit und Chancen an der Zahl.

In der 92. Minute zeigte der Fromlowitz nochmal eine unglaubliche Doppelparade, wenngleich der Nachschuss/kopfball, den er mit so einer Art Fallrückzieher von der Linie holte, aus dem Abseits kam. Da hatte ich mich gewissermaßen mit einem Unentschieden abgefunden, weil Fußball nun eben mal so ist. Gehofft habe ich aber immer noch auf die allerallerletzte Chance. Denn noch manchmaler ist Fußball ein bisschen anders. Und dann rennt der Daube und rennt und rennt und ich sah den Fromlowitz, wie er den Schuss ins kurze Eck gleich parieren wird. Aber der Daube spielt einfach quer. Genau in den Lauf von Bartels, der das Ding macht und uns alle erlöst. 93. Minute und Ende.

Was als stinknormales Spiel in der Frühphase der Saison begann, endet wie eine heiße Europapokalnacht. Oder sowas. Ich habe den Laden selten so kochen sehen.

The Streets – 3 Minuten und ein bisschen

Als ich die erste Platte von The Streets hörte war ich nur so mittelbegeistert. Zweifel. Der Flow. Zu zappelig. Als das zweite Album wie eine Bombe einschlug und der Hype am Zenit war, hatte ich mich abgewendet. Alles viel zu mühsam. Wie ich damals glaubte… Hier und da gab’s dann aber immer wieder mal die eine oder andere Single, ein Video oder irgendwelche Nachrichten, die die Spannung am Leben hielten.
Nun also das vielleicht letzte Konzert in Deutschland. Wenn man denn glaubt, dass Mike Skinner keine Musik mehr machen will. Bitte nicht. Das war einfach zu schön.

WPtouch – sehr zufriedenstellend

Experimentchen. Da herrscht ja hier immer gleich die große Angst.

Natürlich schauen eh alle nur mit dem Feed Reader drauf. Und die anderen sehen nur die Facebook Cross Postings. Aber falls dann doch jemand mal mit einem Mobilgerät auf 00schmidt.com geht, dann soll das nicht so ipsig klein im Browserchen aussehen. Erkennt man doch nix.

Also hab ich kurz gesucht und schnell gefunden… naja, das stimmt nicht ganz. Gesucht habe ich nach “wordpress mobile” und gefunden dann nur das WordPress Mobile Pack, was aber nicht mehr ganz so frisch wirkt. Und dann bin ich in einer aktuellen c’t über WPtouch gestolpert. Das sah vielversprechend aus.

Installieren und fertig.

Nun mal richtig was auf die Ohren

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Mann, Mann. Da habe ich aber sehr lange mit mir gerungen.

Seit einigen Monaten sehe ich ja nun doch wieder jeden Tag viele, viele Menschen. Öffentlicher Nahverkehr! Und eine der ersten Sachen, die mir dabei so auffiel, war das Comeback des großen Kopfhörers. So viele Menschen allen Alters und diversen Standes, die die Dinger tragen. Und nicht nur dass ich das irgendwie stylish oder cool fand. Schließlich bin ich ja großer Haderer mit diesen Ohreinsteckdingern.

Nun geht aber wie immer nicht der schnellste und einfache Einkauf irgendwo. Da muss studiert werden und nachgedacht. Das wichtigste war natürlich, dass das Gerät optimal zum iPhone passt. Lautstärke ändern. Pause. Wieder starten. Huch, Telefonanruf annehmen. Und da ist das Feld der Kandidaten dann doch eben ziemlich klein.

Die Sennheiser-Teile waren mir doch irgendwie zu ipsig, als ich sie auf den Ohren hatte. Die Verarbeitung wirkte mäßig. Also blieb nur noch das Poserteil übrig. Schweres Ringen – auch natürlich wegen des Preises.

Gestern ist das Gerät dann angekommen. Ich war nach den letzten Fehlschlägen skeptisch und habe das Auspacken lange hinausgezögert, um mir nicht den Abend zu verderben. Zuletzt dann aber doch. Eine atemberaubende Verpackung. Sensationell. Und dann war alles so wie es soll. Zack war die Laune groß. Sogar die Frau brach in Euphorie aus, als sie das Ding auf den Ohren hatte. Wir sind ja nun nicht die Audiophilen hier und am Sound gäbe es sich das eine oder andere zu meckern. Aber das ist eben einfach mal wieder überhaupt ein Sound. Spontan gab es Tanz- und Vorsing-Liederratespiele. Nun will sie auch einen. Vielleicht in weiß.