FC St. Pauli – F.C. Hansa Rostock 3:0 – Ein entspannter Sonntag

Im Vorfeld gab es eine Menge Brimborium. Das Polizeiverbot des Verkaufs von Gästekarten ist natürlich ein großer Scheiß. Wo kommen wir denn da hin? Aber sicher boykottiere ich doch nicht das Spiel. Interessant war, dass es doch einige Rostocker geschafft haben und eine kleine Gruppe sogar in den Block gelassen wurde. Wenigstens ein bisschen Stimmung? Ebenso erstaunlich, dass bei uns auf der Gegengerade auch einige vereinzelte FCH-Fans standen. Aber es war einfach kein Hass in der Luft an diesem Tag am Millerntor. Und das spiegelte sich dann auch auf dem Spielfeld wider, wo es ein munteres Spiel ohne eine einzige gelbe Karte gab. Das Ergebnis entspricht nicht ganz der ersten Hälfte, als Hansa drauf und dran war, ein Tor zu schießen und dann wöre es sicher noch ein heißer Tanz geworden. So aber besiegelte das früh in der zweiten Halbzeit gefallene Tor zum 2:0 das Schicksal von Hansa. Nun heißt es wohl wieder 3. Liga, während wir noch hoffen können. Oder so.

Konspiration üben wir noch

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Alles gut ausgeklügelt. Perfekt geplant. Die Autoübergabe. Das große Auto musste zur Wartung, so dass der Pandi übergangsweise der Frau diente, um dann ganz effektiv an einem S-Bahnhof platziert zu werden. Aber wie macht man das mit dem Schlüssel? Verstecken! Auf dem Reifen. Ganz cool. Bis dahin alles gut. Und extra nur den nicht-elektrischen, denn wer weiß… Ja, aber was eigentlich? Was für ein Anfängerfehler (meine Idee). Denn so hinterlegt man ja nicht den Schlüssel, mit dem man gerade gefahren ist, sondern einen, der mal eben in einem Schlüsselkasten gesucht und gefunden werden musste. Argsh. Zum Glück gab es keine ultrawichtigen Termine.

Schreibtisch selbstgebaut

Schreibtisch

Heimwerkeralarm! Hier im Hause gab es längere Zeit mittlere Verzweiflung. Was für einen Schreibtisch soll das kleine Kind kriegen? Die klitzekleinen Kindertischlein taten es nicht mehr. Und das Kind bastelt ja fortwährend. Zwei kleine Tischlein nebeneinander für den Übergang waren auch nur eine mehr schlechte als rechte Übergangslösung. Etliche Möbelhaus-Besuche später, manche angetreten mit der festen Absicht, auf jeden Fall irgendwas zu kaufen, waren wir immer noch nicht schlauer.

Bei Freunden gab es dann eine schnellschnell zusammengeschraubte Variante, Platte plus 4 Beinchen. Und es erinnerte sich jemand der alten, mittlerweile nicht mehr genutzten Schreibtischplatte im Keller. Und zusammen mit dem bereits vorhanden Rollcontainerkasten von IKEA müsste das doch gehen. In der Tat, nur eben nicht schnell. Denn wenn so ein Projekt angegangen wird, dann richtig. Da soll nichts wackeln oder anderweitig instabil sein. Und die Größe muss ja auch etwas zukunftsorientiert sein. Also geplant und nachgedacht und noch mehr geplant und dann eingekauft, nicht nur Material, natürlich auch Werkzeug. Irgendwas fehlt ja immer. Und so zieht sich das dann eben über mehrere Tage/Wochen.

Aber! Das war dann wirklich mal meinProjekt. Da durfte selbst Vater/Opa nur helfende Handreichungen machen und Tipps geben. Gesägt, gebohrt, geschraubt. Alles ich. Vielleicht hätte ich die Frau mal fragen sollen, auf welcher Seite denn der Container sein soll. Links oder rechts? Habe ich aber nicht. Und nein, das kann man auch nicht mal eben so ändern.

Am Ende große Zufriedenheit. Stabilität ist alles. Das Kind kann da durchaus raufklettern und auch bei Bedarf mit der Freundin ein Tänzchen machen. Da wackelt nichts.

FC St. Pauli – 1. FC Union Berlin 2:1 – Und Jubel ohne Ende

Ständig Superlative, wenn ich über die Erlebnisse im Stadion berichte, aber egal. Gestern war wieder ein großer Tag.

Welcher Fan ist so richtig froh, wenn seine Mannschaft in der 70. Minute mit 2:0 oder höher führt und das Spiel dann locker über die Runden bringt? Wahrscheinlich jeder. Aber irgendwie ist da eine Leere. Ohne Drama ist doch alles nur halb so schön. Und davon gab es gestern eben wieder ordentlich. Rückstand. Vergebene Chancen an der Zahl. Dann der nicht gegebene Treffer von Ebbers in der 81. Minute. Von unserer Position war weder das Handspiel zu erahnen, noch der danach stattfindende Disput zu überblicken. Die Tormusik war bereits zu Ende und alle hatten sich minutenlang in den Armen gelegen, als dann klar wurde, dass es kein Tor war. Dank mobiler Kommunikation gab es dann aber bald erklärende Gerüchte. Und die Uhr tickte runter.

In der 85. Minute der Freistoß von Daube an die Latte und dann drei Minuten Nachspielzeit. Und ich glaube immer, immer, immer an ein Tor. Spätestens seit ich mich für meinen Pessimismus im Spiel Deutschland gegen Polen im Sommer 2006 so schelten lassen musste. Und dann passiert es! Fin Bartels, die 22, die der Sohn auf dem Trikot hat, macht das Ding in der 92. Minute. Endlich, endlich belohnt er sich mal für die tollen Leistungen der letzten Wochen. Und so war die Stimmung nach dem Spiel genauso euphorisch wie beim letzten großen Last-Minute-Sieg, wo ebenfalls Fin Bartels den Siegtreffer schoss.

Nachtrag noch zu Ebbers: Ich denke nicht, dass da jetzt die große Fairness-Hymne angestimmt werden muss. Das ganze war in erster Linie eben nicht dumm! Hier das Gegenteil zu behaupten und angesichts zu erwartender klarer Fernsehbilder fortan als Lügner dazustehen, wäre ja wohl richtig blöd gewesen. Insofern Gratulation, dass er da die Nerven behalten hat.

Super 8

Wie zuletzt schon ging ich auch hier mit skeptischer Grundstimmung ran. Aber bereits nach der Eingangssequenz war die weggeblasen und ich war mehr als drin. Ohne irgendwelche erläuternden Worte sieht man in einer Fabrik eine altmodische Motivationstafel, auf der die aktuelle Anzahl unfallfreier Tage dokumentiert ist. Ein Angestellter beginnt sich der einzelnen Zahlentafeln anzunehmen. Und es ist klar, dass was nicht stimmt. Dass der gemütliche Lauf des Lebens in den Endsiebzigern zumindest für einige Leute hier eine Wende nimmt. Das weckt Erinnerungen an Walk The Line, in dem mit dem Unfalltod des Bruders eröffnet wird.

Und dann dauert es nicht mehr lang und es kommt die erste große Action-Szene mit dem entgleisenden Zug, vor dem die sich Kinder alle knapp retten können. Zu dem Zeitpunkt war irgendwie schon klar, dass ich den Film ganz großartig finden werde. Da kann man einwenden, die Figuren seien zu einfach und stereotyp. Egal. Dass man das Monster vielleicht weniger hätte zeigen sollen oder alternativ ein ganz tolles neues Design hätte erfinden können. Mir auch egal. Und die Physik und der Magnetismus und so? Alles Latte.

Kurzum. Ich war begeistert. Ein Film im Stile der alten Amblin-Produktionen, nur eben noch ein bisschen dicker.

Kurzes Wundern über Lautern

Und ich dachte, wenigstens in Kaiserslautern ist man mittlerweile schlauer. Dem Verein wird diese Trainerentlassung auf kurze Sicht nichts bringen. Nicht mit dieser Mannschaft. Und so doof ich den Marco Kurz auch mal fand, damals in der gemeinsamen Zweitliga-Saison, so sehr respektierte ich den und staunte, was er in der letzten Saison möglich gemacht hatte.
Das Karussell dreht sich weiter, mal sehen wer diesmal aufspringt. Wahrscheinlich ist ein neuer echter Cheftrainer vor Saisonende sogar Quatsch, der sitzt nach dem Abstieg sicher auch nicht so richtig gut im Sattel. Viel Erfolg.

127 Hours

Wow. Eine wahre Geschichte, die jeder kennt. Habe ich damals noch im Spiegel (auf Papier) drüber gelesen, wie der Mann in dem Canyon über Tage mit dem Arm eingeklemmt ist und sich diesen dann irgendwann abschneiden muss.
Und dann ist der auch noch so unsympathisch. Das nun wieder im Film. In den ersten Minuten. Was’n Knalli. Ab dem Moment, wo der Sturz von Mensch und Brocken passiert, ist es aber vorbei mit der Antipathie. Danach wird der Film mit jeder Minute größer und größer. Und man weiß ja, dass es irgendwann passieren muss. Die Traumsequenzen, die Wahnvorstellungen, die einen immer wieder mal kurz aus dem Canyon rausholen und einen anderen Ausgang vorschlagen, bringen mich nicht davon ab. Jetzt muss es doch gleich passieren.
Dann geschieht es. Und auch danach ist es noch nicht vorbei. Wie hätte ich das im Kino ausggehalten. Ich bin im Zimmer auf und ab gerannt. Atemberaubend. Selbst nach allem, was ich schon gehört hatte – oder gerade deshalb, hätte ich nicht gedacht, wie großartig ich den Film finden würde. Ganz toll.
(Von meinen Tränen am Ende hätte er eventuell noch 24h länger ausgehalten können.)

Hanna

Oder auch Wer ist Hanna? – Man las und hörte ja fast nur überschwenglich positives. Bei mir so la-la. Sicher, tolle und ungewohnte Bilder. Ein großartig schrottiges Berlin. Passender Soundtrack von den Chemical Brothers. Gute Darsteller. Und im Kino hätte das sicher noch eindrücklicher gewirkt. Aber auch da wäre ich nicht um die Mängel rumgekommen. Die Story ist in meinen Augen sehr dünn. Das kennen wir alles schon. Muss nicht problematisch sein, mir hier trotzdem alles irgendwie zu wenig. Humor? Nicht, dass er nötig wäre. Es sollte aber hier und da humorvoll sein. Und das ging voll in die Hose. Der ganze Mittelteil mit der Reise durch Nordafrika/Südeuropa bremst die Dynamik und Spannung für mich völlig unverständlich aus. Die Auflösung bzgl. der Hintergründe und Motive ist viel zu simpel. Cate Blanchett ist zu sehr Comic-Figur. Ihre Schergen genauso. Die Kampfszenen nach der furiosen Bunkerszene sind alle eher Ballet. Positiv, dass alles mal wieder etwas entschleunigt daherkommt. Insgesamt aber sehr heterogen. Als hätte am Ende das Geld nicht mehr gereicht. Vielleicht war der Stunt Coordinator aber auch nur verhindert.

FC St. Pauli – Karlsruher SC 1:0

Unverhofft noch zu einer Karte gekommen. Kann man ja nicht nein sagen. Also hin. Und soviel Spaß gehabt, wie schon lange nicht mehr. Und das diesmal eher nicht wegen des Spieles an sich. Zum Haareraufen, so spielt eigentlich keine Mannschaft, die aufsteigen sollte. Dann auch sogar noch das Tor verpasst. Wegen des Umbau-Chaos und der reduzierten Toilettenkapazitäten. Wirklich bedenklich. Trotzdem runder Abend. Schöne Gespräche an einem lauen Vorfrühlingsabend. Und das Tor hab ich dann auch noch gesehen. Erst auf’m Recorder und dann noch im ZDF Heute Nacht.

Marsimoto – Hamburg, Große Freiheit, 11.03.2012


Was ist denn mit der Realness? Wer malt heute noch den Zug?
Frisch aus dem Urlaub. Rein ins Konzert. Hiphop. Die alte Leidenschaft. Und immer wieder ein paar Perlen. Diesmal überraschend in der Dropbox. Dank nach Düsseldorf.
Wollte das Konzert wegen der unklaren Urlaubsrückkehr eigentlich ignorieren. Aber dann hörte ich mich immer heißer. Da war’s dann auch schon ausverkauft. Doch die Frau mit den Beziehungen kam rechtzeitig aus Südamerika zurück und zack, alles wieder offen.
Und nun alles ganz in echt. Green Berlin heute in Hamburg. Glücklich tobende Menschen. So viele. Und die kennen alle Texte. Sehr sehr schön. Ich empfehle das Wellness-Video. Die Beteiligung der ganzen Deutschrap-Größen sagt alles…

Der fliegende Holländer

Ich bin ja nicht so der Theaterfreund. Aber mit den Kindern muss man auch mal ein bisschen Kultur machen. Und so gingen wir alle zu Wagners Der fliegende Holländer in das Alleetheater (Hamburger Kammeroper). Das ganze war über die Musikschule organisiert und wurde im Vorfeld mit einer Einführung für die Kinder versehen. Das war auch ganz prima, so konnten die mich ein bisschen vorbereiten und hatten es mit der nicht ganz so einfachen Handlung der Oper auch nicht so schwer. Denkt man nicht, dass das direkt mal ein Stoff für Fünf- und Sechsjährige ist. Aber das war alles ganz toll gemacht. Eine gelungene Mischung aus Ernst und Dunkelheit um den Holländer und die hin- und hergerissene Senta auf der einen Seite und den eher lustigen Erik mit seinem Schaf auf der anderen. Und das alles in einer sehr angenehmen Kompaktheit, so dass es nach kurzer Anfangsmüdigkeit – oh, ja Sonntagnachmittag – ganz frisch weiterging.
Interessant die unterschiedliche Rezeption der Kinder am Ende. Der eine wäre beim Erik geblieben, die andere wohl eher mit dem Holländer gegangen.
Das ganze war so schön, dass ich bald mal wieder sowas machen möchte und mich vielleicht sogar mal ins Erwachsenentheater traue.

Hugo Cabret

HugoIch war selten so bestimmt, einen Film unbedingt im Kino sehen zu wollen. Frank von Film Junk hatte da irgendwie ein paar Sensoren heftigst berührt. Und so lange das mit dem 3D noch geht, nix wie hin. Zumal alle insbesondere ob des 3D ernsthaft euphorisch waren. Und das trage ich alles direkt mit. Atemberaubende Bilder also für mich und die anderen vier Besucher in dem schönen großen Kino. (Hier preise ich auch noch mal die Anfangszeit 21:00. Mehr davon, überall.)
Die Szenerien in dem Pariser Bahnhof mit seinen gewaltigen Uhrwerken und dem ganzen anderen Technikkram ist so plastisch und räumlich dargestellt, da ist selbst die Abdunklung, Unschärfe und Entfärbung hinzunehmen.
Der Trailer, die FSK-Einordnung und das ganze Drumherum führen einen natürlich auf eine falsche Fährte. Auch das; kein Kinderfilm. Vielleicht können zehnjährige das verarbeiten. Alles da drunter: abenteuerlich. Neben den tollen Bildern gibt es dann diese wunderschön erzählte Geschichte über George Méliès, einen der Protagonisten des frühen Films. Und auch wenn ich ja nicht so der große Fan von Ben Gandhi Kingsley bin, war das alles sehr angenehm anzusehen. Ich kam auch nicht umhin, ernsthaft mizuhoffen und zu bangen. Für mich der schönste Film seit langem.

J. Edgar

J. EdgarGanz unspektukulär ins kleine Kino um die Ecke, weil keine Lust auf Stadt und Kram.
Eigentlich hätte es eher was leichtes an dem Abend sein sollen, aber wer kann Clint Eastwood schon widerstehen? Nach Changeling, den ich wirklich sehr schön fand, wieder so ein Period Piece. Das wieder bezieht sicher eher so auf meine persönliche Anschaureihenfolge, doch an sich sind nur wenige seiner Filme kein solches.
J. Edgar ist ein langsamer Film. Es wird zwischen den Zeitebenen gesprungen, was das Folgen mitunter schwierig macht. Aber die wichtigsten historischen Fakten waren mir zum Glück geläufig. Ich war an dem ganzen FBI-Gedöns ja schon immer interessiert. Der permanente Wechsel zwischen dem nahezu greisen, Memoiren diktierenden Hoover und der jüngeren Version, die die jeweiligen Vorgänge erlebt, war schon geeignet, die zum Teil recht trockenen Geschehnisse spannend aufzuarbeiten.
Respekt für die Schauspieler. Das war sicher brutale Arbeit, diese Masken, mein Gott.

The Black Keys – Hamburg 27.01.2012

The Black KeysEin ganz großer Abend lässt sich schleppend an. Der Anmarsch bei gefühlten -20 Grad war harsch. Und der Einlass ein Ebenbild von Atemstillstand. Dann sind plötzlich auch noch alle Garderoben voll. Portugal, Der Mensch jaulen sich unter großem Applaus ihr Finale zurecht. Immerhin sind schon Getränke am Start. Wenn man, wie ich zum ersten Mal seit Eminem vor 10 Jahren, in dieser Venue ist, muss an erstmal lernen, wo es lang geht. SPORTHALLE! Gehe zu den Tribünenplätzen an der Seite, die am dichtesten zur Bühne sind! Dritte, vierte Reihe von unten. Goldig! Für Menschen wie mich, klein von Geburt, ein Entzücken.

Vor zwei Monaten kannte ich The Black Keys noch nicht. Und dann sind sie plötzlich da. So unglaublich groß. Die Hits der aktuellen Platte haben sie gespielt. Und jede Menge ältere Songs, die ich zum Teil noch nie gehört hatte. Alles so souverän. Gitarrenalarm.

Und dann schau mal was der Schulz kann:

The Expendables natürlich ohne Achtjährige

Ich habe dem Film dann doch noch mal eine zweite Chance gegeben. Nachdem der Anfang des letzten Jahres in schlechter Grundstimmung irgendwie nur so vorbeigerauscht war, könnte dies nun der Beginn einer langen Freundschaft sein.

Natürlich darf jeder hier Zweifel äußern. Aber ich habe ja schon immer eine Schwäche für das Genre. Und wenn schon Unsinn, dann aber bitte richtig. Genau das hat Sylvester Stallone hier wirklich drauf. Figuren am Rande zur Absurdität, Monologe oder auch nur Sprüche direkt aus der Vorhölle sowie überschneller Kampfsport und putzige Explosionen. Bemerkenswert die funky Exposionspatronen bei denen Gebäude zerbersten und menschliches Gewebe splatattert. (3,5 von 4)

Rango mit drei Achtjährigen

Ich hatte viel gelesen und gehört über Rango. Und nun war er endlich da. Ich hatte ihn mir sofort angesehen. Hammer! Wieder ein Beispiel für: Wo die gelbe 6 drauf ist, ist nicht immer ein Kinderfilmchen drin. Das ist auch so deutscher Wahrnehmungsunsinn. Animationsfilm, aha, für Kinder. Ich habe lange überlegt, ob das schon was für den Großen ist.

Und dann ergab es sich hier heute einfach. Zwei Zusatzkinder im Haus. Der Sohn war schon morgens heiß auf einen Kinofilm zu Hause, der angesichts der Abwesenheit der kleinen Schwester ein realistisches Szenario war. Und meine Argumente haben funktioniert. Der zweite Teil der großen Zauberergeschichte kann noch warten. Starten wir das Experiment.

Und ich hatte Sorgen. Phasenweise ist der Film sehr düster, verhandelt echten Erwachsenenkram, seltsamer Humor. Aber das blenden die Jungs irgendwie aus. Ich fragte hier und da auch nach, um zu sehen, ob sie den groben Faden noch Blick hatten. Alles cool. Und dann gibt es wieder Phasen mit unglaublicher Action. Plus lustige Szenen und eine Rundumgeschichte, die sie wirklich schon erfassen können.

Die Westernszenerie erlaubt massenweise Referenzen, die die Kleinen noch nicht erkennen können. Wir aber. Ein großartiger Film.

(Viel Spaß bereiten übrigens die negativen Rezensionen auf Amazon.)

Moonrise Kingdom

Unglaublich aufregender Trailer zum neuen Film von Wes Anderson. Kann’s kaum erwarten. Royal galore…