Karl May Festspiele Bad Segeberg 2013 – Winnetou 1 – Blutsbrüder

Und wieder rief der Kalkberg. Im letzten Jahr waren wir ja zum ersten Mal da. Da hatten wir die Karten vorher von Nachbarn geschenkt bekommen. Weil die jugendlichen Mädchen keine Lust mehr hatten… Glück für uns. Und wir fanden es alle super. Denn auch wenn es eine Menge Klamauk gab und zweifelhafte Effekte, gelang es, pseudointelektuelle Dünkel beiseite zu schieben und das alles einfach mal so hinzunehmen. Und zu staunen ob der Kulisse, der Pferde, der Reit-Action und vor allem dem indianischen Zauber, der sich trotz allem ganz wunderbar entfaltete.

Und es war klar, da müssen wir dieses Jahr wieder hin. Und gleich noch ein paar Leute mitnehmen. Der Opa bekam die Karte geschenkt, die Oma natürlich auch. Leider waren nicht mehr die 2. Reihe Top-Plätze zu bekommen, die wir im letzten Jahr hatten. Aber immerhin waren wir noch rechtzeitig für die 18. Reihe, auch noch dicht dran und schön zentral. Und die Vorfreude war groß. Insbesondere bei der Indianerin des Hauses, die sich nichts von der Vorberichterstattung im lokalen Blättchen entgehen ließ. Ich war natürlich besonders gespannt auf die beiden Pappnasen, die die Hauptrollen spielen. Wayne Carpendale und Jan Sosniok. Da muss man schon mal schlucken. Aber alles halb so wild. Es geht hier ja nicht um großes Schauspiel. Die Geschichte ist ziemlich nah am Originalstoff, neben Spaß (nicht zu klamaukig), Action und Feuerwerk gibt’s auch Drama. Für die Kinder war das schon ganz schön starker Tobak, als Winnetous Vater und Schwester starben. Aber das ging uns früher am Fernseher ja auch so.

Was neben der eigentlichen Theatervorstellung sehr positiv auffällt, sind die relativ moderaten Preise von Essen, Trinken, Souvenirs und Dienstleistungen (Toiletten und Parken sind frei). Alles ist ziemlich gut organisiert, so dass trotz der Menschenmenge der ganze Besuch recht entspannt vonstatten geht. Da ließ sich sogar der Regen gut verkraften, der zwischendurch mal aufkam, zum Glück aber nicht so infernalisch war, wie der bei unserer Ankunft, als wir erstmal noch eine Weile im Auto ausharren mussten.

Und nächstes Jahr gehen wir bestimmt nochmal hin, auf jeden Fall wieder zu einer Abendveranstaltung und hoffentlich mit Plätzen ganz weit vorn…

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