Die Täter im Tatort
Der heutige Tatort mit der – naja nicht so ganz alleinerziehenden – Kommissarin Charlotte Lindholm, begann wie ein ordentlicher Horrorfilm, dümpelte dann eine Weile dahin, um am Ende mit Kindesentführung, Rettung (mit tödlichem Schuss) und Auflösung zufrieden zu stellen.
Doch der tödliche Schuss gegen die Böse ist nur Makulatur für das Kernproblem der meisten Tatorts, die ich in der letzten Zeit gesehen habe. Der zu ermittelnde Täter ist immer wieder so einer, dem man gerne vergeben möchte, für dessen Tun man sowas von Verständnis aufbringt, ein Gestrauchelter, Rächer außerhalb des Gesetzes. (Gerne auch die Täterin.) Ich will endlich mal wieder so echt böse Böse sehen, die am Ende so richtig gerecht eins auf die Mütze kriegen. (Sonst mutet das langsam an wie Der Staatsanwalt hat das Wort.)
1. Februar 2010 23:34
janz jenau!
und mir geht auch diese fehlende trennung zwischen ermittler und täter auf den zeiger. am schlimmsten, und zwar fast immer in der romantischen variante, beim kölner tatort – das sehe ich mir nur noch wegen der stadtpanoramen an.
der einzige tatort, den ich noch halbwegs gerne anschaue, ist der mit dem türkischstämmigen undercover agent in hamburg.
wofür zahle ich den keine GEZ-gebühren?!?!?
1. Februar 2010 23:59
Das mit der GEZ ist nicht in Ordnung. Das ist doch der Staat, der auch dein Gehalt bezahlt… Das mit dem Kölner Tatort teile ich. Mann, da müssen mal neue Ermittler ran.
3. Februar 2010 00:07
das mit dem nicht-in-ordnung-finden ist schon in ordnung.
das mit dem vermischen nicht.
für das bildungssystem werden steuern gezahlt (auch von mir).
für journalismus, der den namen verdient, zahle ich auch, aber so lange es irgendwie geht, keine gez-gebühren.
nur weil ‘der staat’ etwas macht oder ist, muss das keineswegs richtig sein.
falls ich da irgendeine ironie nicht verstanden haben sollte:
verzeihung, es ist zu spät für mich…
3. Februar 2010 10:49
Naja, ironisch war das nicht gemeint. Andererseits war es sicher etwas faul von mir, das Ganze so kurz und vereinfacht zu benennen. Das eine hat mit dem anderen nicht so viel zu tun. Habe ich auch schon gesehen, nachdem ich abgeschickt hatte.
Über die Gebühren soll jeder seine Meinung haben und wenn man halt nie diese Sender schaut oder hört und nie die Internetangebote nutzt, dann ist das ja fast auch gerecht, dafür nichts zu bezahlen. Alles andere ist Heuchelei.
3. Februar 2010 23:59
hier kriegt ja jetzt jeder sein fett weg, was?
nicht nur die neoliberalen sonder jetzt auch noch die anarchisten…
auf das schauen/hören/nutzen kommt es ja erstmal nicht an, vielmehr
ist das bereithalten empfangsbereiter geräte das problem.
trotzdem oder gerade deswegen und verfrüht: schönen herbst-urlaub!
4. Februar 2010 11:05
nicht streiten!