Alien: Covenant | Prologue: Last Supper

Interessante Promo-Maßnahme; kein Trailer sondern ein Kurzfilm, der im Film gar nicht enthalten sein wird. Leider gefällt mir der Prologue nicht so dolle. Zu viele junge coole Gesichter. Sieht ein bisschen wie Fernsehen aus. Für den Film habe ich natürlich trotzdem große Hoffnungen.

Gravity

Was war ich gespannt? Der Trailer hatte höchste Erwartungen geweckt. Da musste sogar mal ein Babysitter her, um den zusammen zu sehen.

Und dann die Sorge, dass es doch irgendwie nicht funktioniert. Zum Glück völlig unbegründet.

Mit den ersten Minuten ist man gleich voll drin. Ist ja klar, dass nun relativ bald der große Crash kommt, den man von den Trailern kennt. Und dann packt es einen doch so heftig. Die Bilder sind unglaublich. Der Sound. Wahnsinn.

Als dann die Ruhe einkehrt, habe ich Zweifel. Und nun? Aber es funktioniert. Die Spannung wird dabei gar nicht so durch Handlung forciert. Es ist der Hunger auf die nächsten wilden Bilder.

Man kann nörgeln, dass da gar nicht so viel Handlung ist? Die Physik? Dass die Botschaft zu einfach ist. Weitermachen! Oder verstehe ich das falsch? Und dann am Ende auch noch die Unsicherheit, ob das alles so ist wie es scheint.

Fazit: 3D war phantastisch. Bester 3D-Film überhaupt. Die Leinwand konnte gar nicht groß genug sein. Sofort nochmal reingehen. Hammer. 5 Sterne deluxe – ohne Zögern.

Der rosarote Panther

Und zwar der Klassiker von 1963. Ich habe immer gedacht, ich hätte den Film früher als Kind gesehen. Ich entsinne mich an den Inspektor und den Diamanten bei diversen Gelegenheiten. Zu Hause, im Urlaub oder sonstwo, immer war beste Laune. Drum dachte ich auch, das wäre mal was für einen schönen Filmabend mit der ganzen Familie plus Gastkind. Irrtum. Spätestens nach einem Drittel war ich mir ziemlich klar, dass ich wohl nur mehrere der Nachfolger gesehen hatte, dieses Original hier aber nicht. Insofern vermisste ich diverse Charaktere und Running Gags. Schließlich staunte ich auch über die langen, langen Phasen, insbesondere im Mittelteil, in denen es doch sehr ruhig vor sich geht. Tänzchen hier, Gesellschaft da, ewigdauernde Zimmeraufenthalte dort. Das hätte alles ganz schön in die Hose gehen können, aber die Kinder blieben tapfer. Zum Glück war das mit den schicken Damen auch ganz gut was für die siebenjährige Tochter. Seltsame Themen wie betrügerische Ehefrauen kann man ja mal ausblenden. Starb eigentlich jemand in dem Film? Schon wieder vergessen. Die lustigen Elemente mit dem trottligen Inspektor entschädigen dann für die eine oder andere Länge, so dass alsbald der Nachfolgeteil geschaut werden muss.

Mist. Lesegerät kaputt

kindle-ohne-wlanTja, da steht man dumm da. Der letzte Teil von Harry Potter ist durchgelesen und ich will eben mal schauen, was nun. Da geht das WLAN nicht mehr. Hmmh. Diverse Neustarts, Warten, keine Besserung. WLAN-Prüfung. Ist das Gerät auch noch in der konfigurierten Whitelist. Dann die Erkenntnis, dass in der Geräteinfo des Kindle die MAC-ID auch gar nicht mehr angezeigt wurde. Nun Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen, was natürlich zur Folge hat, dass jetzt gar nichts mehr auf dem Gerät ist. Für heute also Schluss mit Lesen. Das Dubiose; nach dem Zurücksetzen, steht die MAC-ID wieder da. Und ganz kurz sind auch die ganzen Netzwerke hier am Winterhuder Marktplatz zu sehen. Nur verbinden kann man sich mit keinem… alle Schaltflächen inaktiv. Mittlerweile findet das Gerät wieder gar keine Netzwerke mehr, auch nach nochmaligem Zurücksetzen nicht. Also Anruf bei Amazon. Und wieder mal unfassbar, wie gut deren Kundendienst ist. Da wird nicht groß rumgemacht. Die Mitarbeiterin erkennt nach kurzem Nachfragen, dass ich schon alles unternommen hatte, was man sonst noch interaktiv probieren würde. Und zack ist das Ersatzgerät auf dem Weg. Elegant, dass man sich nicht selbst um das Verpacken des Altgerätes kümmern muss, rein in die Verpackung des Ersatzes und weg nach Ausdruck der üblichen Etiketten. Ich bin begeistert. Aber trotzdem wollen wir mal nicht die Arbeitbedingungen der Angestellten aus den Augen verlieren…

FC St. Pauli : Dynamo Dresden – 2:1

Märchenstunde am Millerntor. Ein goldiger Abend. Wetter, Stimmung, Spielverlauf, Ergebnis. Alles passte.

Das war natürlich ein Spiel gegen eine eher schwächere Mannschaft, wenngleich die mit neuem Übergangstrainer durchaus motiviert gewesen sein sollten und auch waren. Insofern ist das ganze als Gradmesser schwer anzulegen. Die erste Halbzeit sah aber super aus, der Ball rollte, mehrere Flanken kamen kreuzgefährlich vors Tor. Vielleicht relative wenige ganz große Torchancen. Aber das sah trotzdem nach gutem Fußball aus. In der zweiten Halbzeit nahm dann übergangsweise das Niveau etwas ab, um dann aber auf diese wirklich aufregende Schlussphase zuzulaufen. Spätestens nach dem Rückstand und dem relative schnell folgenden Ausgleich war die Stimmung dann am Kochen. Als Tschauner den Elfmeter hielt, gab’s kein Halten mehr. Aber selbst das war noch zu toppen. Da haut der Maier den mit der ersten Ballberührung direkt nach der Einwechslung rein. Ähnlich unglaublich wie damals das Kopfball-Tor von Tschauner. Ein sehr schöner Abend. Hoffen wir, dass sich die positive Entwicklung fortsetzt. Die nächsten Spiele werden es zeigen.

Wie immer kann ich das traditionelle, bockige Gejammere wegen des Montagabend-Spiels nicht verstehen. Die Fans, jaja. Vor allem die armen Auswärtsfans, noch mehr jaja. War doch voll der Dresdner Block. Und der Rest sowieso. Ich verbleibe da opportunistisch. Montagabend ist eigentlich immer günstiger als Samstag- oder Sonntagmittag. Und die Stimmung wegen Flutlicht in der Regel auch besser. Und danach kann man sich das Spiel sogar noch in voller Länge oder selektiv vom Recorder anschauen… nun reicht’s aber.

FC St. Pauli : Arminia Bielefeld – 0:1

Das hört sich ja meist wie das tristeste auf der Welt an. 0:1. Noch schlimmer als 0:0, weil nicht mal ein Punkt. Und auch schlimmer als 0:2, da kann in der Regel schon früher mit sich-abfinden beginnen.

Stattdessen war es aber ein tolles Spiel mit Chancen für zwei. Phrasenalarm: Das Spiel hätte noch eine halbe Stunde länger gehen können, wir hätten trotzdem kein Tor geschossen. Was bleibt ist aber, dass das spielerisch richtig gut aussah, viel besser als gegen 1860. Und der Spirit schien zu stimmen. Es wurde gekämpft und gebissen. Auch auf den Rängen gab es kaum Gemurre.

Nun bleibt abzuwarten, wie groß die Unruhe wird, wenn es die Punktausbeute der nächsten zwei, drei Spiele gering bleibt. Aber vielleicht tritt das ja auch nicht ein und wir sehen spätestens gegen Dresden Tore auf der richtigen Seite.

Fraktus

Die Idee ist super. Deutsche Elektropionierband versucht nach gefühlt 100 Jahren ein Comeback, angetrieben von ihrem semikompetenten Musikindustriemanager. Die drei Bandmitglieder sind komplette Vollspackos, jeder auf seine Art und die Einführung der drei enthält viele schöne Elemente, zum Teil sehr lustig. Ich sage nur “Kongozunge”.

Die gespielte nichtvorhandene Chemie zwischen den Bandmitgliedern ist etwas bemüht. Das ist keine große Schauspielkunst. Da wird es dann manchmal etwas hölzern und auch skriptbedingt auch langatmig. Der Film lebt vor allem aber von den sich selbst spielenden Musikern und Musikjournalisten, die unterhaltsame Statements ablassen, hier und da am Rande der Selbstkarikatur.

Vielleicht hinterlässt der Film auch deshalb ein etwas unbefriedigendes Gefühl, weil die Exposition einfach zu gut ist. Da kann der Rest des Filmes nicht mehr mithalten. Trotzdem gute Unterhaltung. Würde ich sogar nochmal schauen.

Frances Ha

Großartig. Schon lange nicht mehr so einen charmanten Film gesehen. Zwischendurch ein bisschen Sorge, dass das alles trübe endet. Weit gefehlt. Ganz entspannt säuselt sich das alles zu einem schnuffeligen Ende, das dann netterweise sogar noch das Rätsel um den seltsamen Titel aufgelöst. Sehr schön.

Mich erinnerte der Film gar nicht so sehr an Woody Allen, wie überall gemeint wird. Ich sah für mich da auch eine Menge Jim Jarmusch.
Natürlich sind auch die Schauspieler ziemlich eindrucksvoll, insbesondere die Protagonistinnen. Sonst würde so ein Film auch nicht funktionieren. Dazu ein guter Soundtrack und die entspannte Laufzeit von unter 90 Minuten. Erholsam.

Das alles im Abaton um 21:00 was neben 15:00 die beste Zeit für Kinobesuche ist, weil der Abend einfach entspannter angegangen werden kann.

Karl May Festspiele Bad Segeberg 2013 – Winnetou 1 – Blutsbrüder

Und wieder rief der Kalkberg. Im letzten Jahr waren wir ja zum ersten Mal da. Da hatten wir die Karten vorher von Nachbarn geschenkt bekommen. Weil die jugendlichen Mädchen keine Lust mehr hatten… Glück für uns. Und wir fanden es alle super. Denn auch wenn es eine Menge Klamauk gab und zweifelhafte Effekte, gelang es, pseudointelektuelle Dünkel beiseite zu schieben und das alles einfach mal so hinzunehmen. Und zu staunen ob der Kulisse, der Pferde, der Reit-Action und vor allem dem indianischen Zauber, der sich trotz allem ganz wunderbar entfaltete.

Und es war klar, da müssen wir dieses Jahr wieder hin. Und gleich noch ein paar Leute mitnehmen. Der Opa bekam die Karte geschenkt, die Oma natürlich auch. Leider waren nicht mehr die 2. Reihe Top-Plätze zu bekommen, die wir im letzten Jahr hatten. Aber immerhin waren wir noch rechtzeitig für die 18. Reihe, auch noch dicht dran und schön zentral. Und die Vorfreude war groß. Insbesondere bei der Indianerin des Hauses, die sich nichts von der Vorberichterstattung im lokalen Blättchen entgehen ließ. Ich war natürlich besonders gespannt auf die beiden Pappnasen, die die Hauptrollen spielen. Wayne Carpendale und Jan Sosniok. Da muss man schon mal schlucken. Aber alles halb so wild. Es geht hier ja nicht um großes Schauspiel. Die Geschichte ist ziemlich nah am Originalstoff, neben Spaß (nicht zu klamaukig), Action und Feuerwerk gibt’s auch Drama. Für die Kinder war das schon ganz schön starker Tobak, als Winnetous Vater und Schwester starben. Aber das ging uns früher am Fernseher ja auch so.

Was neben der eigentlichen Theatervorstellung sehr positiv auffällt, sind die relativ moderaten Preise von Essen, Trinken, Souvenirs und Dienstleistungen (Toiletten und Parken sind frei). Alles ist ziemlich gut organisiert, so dass trotz der Menschenmenge der ganze Besuch recht entspannt vonstatten geht. Da ließ sich sogar der Regen gut verkraften, der zwischendurch mal aufkam, zum Glück aber nicht so infernalisch war, wie der bei unserer Ankunft, als wir erstmal noch eine Weile im Auto ausharren mussten.

Und nächstes Jahr gehen wir bestimmt nochmal hin, auf jeden Fall wieder zu einer Abendveranstaltung und hoffentlich mit Plätzen ganz weit vorn…

Harry Potter and the Order of the Phoenix

Nun habe ich Band 5 im Rahmen der Kindle Leihbibliothek hinter mich gebracht. Was sich bei Band 4 schon abzeichnete. Es wird lang. Und länger. Und ich habe auch irgendwie ewig gebraucht. Mittlerweile kennt man das ganze Zaubertheater und fragt sich, was noch so kommen kann. Aber es geht. Hier mal noch eine neue spannende Person, da mal neue Zaubersprüche und zunehmend politische Hintergründe. Ich verbleibe aber ein bisschen am Zweifeln ob der Sinnhaftigkeit der ganzen Zaubererkämpfe. Das ist irgendwie ineffizient und letztlich auch etwas unausgegoren. Ich bin gespannt auf die filmische Umsetzung. Stelle mir das dauernde Zauberstabgeschwinge seltsam vor.

FC St. Pauli : 1860 München – 1:0

Wie auch in den vergangenen Jahren habe ich zu Beginn der Saison null Ahnung, wer da überhaupt in der Mannschaft spielen wird. Klar, dass Boll weiter dabei ist, kriegt man mit und der eine oder andere auch. Aber gerade was die ganzen neuen Spieler betrifft, weiß ich gar nichts. Den einen oder anderen Namen mal aufgeschnappt, hier rein da raus. Und nun geht es endlich wieder los…

Dank der noch nicht begonnenen 1. Liga wurde das Freitagabendspiel ja zu einem Spätspiel. 20:30 – eine goldige Anfangszeit insbesondere für den Sohn, Aufregung. Anmarsch über den just eröffneten Dom, gleich nochmal ein bisschen mehr Trubel.

Die Stimmung war großartig. Ich dachte erst, das würde den Ferien und dem Sommer geschuldet etwas ruhiger werden. Weit gefehlt. Ich bin immer wieder erstaunt, wie laut es mit der neuen Tribüne geworden ist. Unglaublich. Austauch mit dem Kind ist phasenweise kaum möglich.

Das Spiel war ganz ok, feuriger Beginn der Braunen aber wie zuletzt oft wenig, was bis zum Tor geht. Üble Hektik nach dem schlimmen Kopfstoß von Münchens Rob Friend. Jede Menge gelbe Karten und Dauerpfiffe gegen den Übeltäter. Mit Beginn der zweiten Halbzeit musste man Sorge haben, 1860 war jetzt deutlich stärker. Gegen Ende dann einer der wenigen brauchbaren Angriffe St. Paulis und die gute alte Schlabberhose lässt ihn durchrutschen, schenkt Lennart Thy das Tor und uns allen am Ende 3 Punkte. Glück gehabt. Gigantische Stimmung mit minutenlangem You’ll Never Walk Alone und alle bester Dinge. Da ließ ich mich nicht lumpen und wir sind noch die lange Runde über den Dom gegangen. Plus Feuerwerk.

Und das Schöne ist, dieses Jahr werden wir ganz entspannt gemeinsam viele Spiele sehen, da ich zusätzlich zur geliehenen Dauerkarte auch noch eine Saisonkarte kaufen konnte.

Die Maus, der Elefant und der Tod

Ganz unglaubliche “Sendung mit der Maus” heute. Allein dafür hat sich die Jahresgebühr gelohnt. Unsere Kinder (und in dem Zeitraum ja weitgehend auch wir) sind bisher bis auf den Tod des dreibeinigen vor einigen Jahren von dem Thema verschont. Ganz großartig haben sie da im WDR diese Sendung über das gemacht, was nach dem Tod kommt. Mit unglaublicher Ruhe und Entspanntheit. Die doch Tränen fließen lassen. Wir haben danach gar nicht viel drüber gesprochen. Aber das, was in dieser halben Stunde passiert ist, wirkt nach.

FC St. Pauli – VfL Bochum 1:1

Netter Abend am Millerntor bei dem letztlich aber zwei Punkte zu wenig rumkamen. Große Enttäuschung schon mal vor Anpfiff, dass wir auf dem Dom die Basketballbude nicht finden konnten. So also nur Grünkohl. Dieser war wie die Bratkartoffeln super, die Wurst war eher so naja.

Immer noch provisorische Toilettensituation. Ebenso unverändert unzulänglich die Verkaufsstände, die immer noch keine Bratwürste haben. Wann wollen die denn da mal weitermachen?

Verhalten munteres Spielchen. Bochum weitgehend harmlos. St. Pauli unglücklich beim Abschluss. Ein 2:0 zur Pause und das wär’s gewesen. So schon bal der Ausgleich und dann zwar Druck und Chancen, aber als Anrennen konnte man das nicht bezeichnen. Gut, dass es am Ende nicht noch ein Gegentor gab.

FC St. Pauli – Dynamo Dresden 3:2 – Die Wiederauferstehung

Für’s Protokoll. Als nach einer knappen halben Stunde das 0:2 fiel, war St. Pauli abgeschrieben. Verzweiflung und Angst. Dresden schnell, entspannt und sicher. Immerhin war das Wetter schön. Millerntor im Herbst. Und dann sind sie doch zurückgekommen. Vor allem weil Fabian Boll einen großen Tag hatte. Erst macht er mit dem 1:2 noch vor der Pause die Tür wieder auf. Und dann motiviert er die immer noch hängenden Köpfe auf dem Weg in die Kabine. Nach der Pause passte es dann einfach. Ein Tor nach einer Ecke, na sowas. Und dann wieder Boll mit dem Antritt und dem Zuspiel. Überragend. Richtig Sorge musste man danach nicht mehr haben. Nun können alle mal ein bisschen durchatmen. Tore können sie schießen. Spiel drehen. Alles wird gut.

Gehört und gesehen: Maxïmo Park – Hamburg (Große Freiheit), 21.10.2012

Ein Herbsttag zum Verlieben, gefühlt Spätsommer. Da war es schwer in die Gänge zu kommen für Rock’n’roll am Abend. Tatort auf dem Sofa. Wär’s gewesen. Aber dann, erste Minuten in der Großen Freiheit mit dem veritablen Support-Auftritt von Animal Kingdom und zack, ist die Spannung da. Die Vorfreude. Die Verheißung.

Maxïmo Park waren damals, 2005, das erste große Dinge nach langer Zeit der Lethargie. Ich plane immer noch ein Buch “Wie Filesharing mein Leben zerstörte”. Man hat ja nicht mehr richtig Musik gehört. Aber Spex-Titel damals. So ein Glück.

Hauskauf. Renovieren vor dem Einzug. Lange Wege hin und her. Und die Platte wurde mit jeder Fahrt größer. Und dann war da auch gleich das Konzert und wir waren beide da. Auch das zum ersten Mal nach Jahren. Ein großes Konzert.

Nicht lange danach war Schluss mit dem File-Sharing und die zweite Platte kam und das große Kind liebt sie noch immer. Fahrten zum Kindergarten. The Velocity. Und nochmal und nochmal und nochmal. Das Konzert 2007 im Dock’s war auch sehr gut, aber nicht der Zauber von davor.

Eine öde Platte und eine gute Platte später nun wieder an gleicher Stelle. Magie. Souveräne Mischung alter und neuer Songs. Mit überraschenden Variationen. Ich staune immer noch. Wie kann der Paul Smith so gut sein? Großartig.

Gehört und gesehen: The Crookes – Hamburg (Molotow), 15.10.2012

Wow. Noch nicht mal ein Jahr her. Und da sind sie schon wieder. Genauso toll wie im letzten Jahr. Diesmal auch mit einem Album, dessen Lieder gespielt werden und zwar großartig. Es verbleibt die Einschätzung vom letzten Mal. Richtig groß werden die nie. Macht aber nichts, wenn sie nächstes Jahr wieder da sind. Und tolle Musik spielen. Große Stimmung auch wieder in dem kleinen Laden. Muss man im Auge behalten.

Na dann wohl nicht

Na dann wohl nicht

Und ich dachte, wir könnten Freunde werden…

FC St. Pauli – SC Paderborn 07 5:0 – Danke für die tolle Saison

Ein großer Tag heute am Millerntor. Zum letzten Mal auf der alten Gegengerade. Und nun können die Bagger auch wirklich zügig anrollen, denn trotz des tollen Spiels heute, trotz einer sehr gelungenen Saison hat es für die Relegation nicht gereicht. Und das nur ganz knapp. Ein paar Törchen. Trotzdem ist da kaum Traurigkeit. Das war eine feine Saison, die besser lief als gehofft und gedacht. Und dann noch mal so ein toller Abschluss. Moritz Volz schießt ein Tor. Super. Naki kriegt seinen goldenen Abgang. Für mich ein wenig ambivalent. Ich hoffe, sie kriegen das da alles irgendwie gut zu Ende.

R.I.P. Adam Yauch

Ganz traurige Nachrichten zum Ende des Tages. Adam Yauch, der MCA, ist heute gestorben. Die Beastie Boys haben mich die letzten 20 Jahre begleitet und auch wenn es im letzten Jahrzehnt dünner war, wird es nun niemals mehr so sein wie vorher. Und wenn der große kleine und ich wieder gemeinsam zu Funky Boss von der Check Your Head im Auto herumschreien, wird es für mich ganz anders sein…

FC St. Pauli – F.C. Hansa Rostock 3:0 – Ein entspannter Sonntag

Im Vorfeld gab es eine Menge Brimborium. Das Polizeiverbot des Verkaufs von Gästekarten ist natürlich ein großer Scheiß. Wo kommen wir denn da hin? Aber sicher boykottiere ich doch nicht das Spiel. Interessant war, dass es doch einige Rostocker geschafft haben und eine kleine Gruppe sogar in den Block gelassen wurde. Wenigstens ein bisschen Stimmung? Ebenso erstaunlich, dass bei uns auf der Gegengerade auch einige vereinzelte FCH-Fans standen. Aber es war einfach kein Hass in der Luft an diesem Tag am Millerntor. Und das spiegelte sich dann auch auf dem Spielfeld wider, wo es ein munteres Spiel ohne eine einzige gelbe Karte gab. Das Ergebnis entspricht nicht ganz der ersten Hälfte, als Hansa drauf und dran war, ein Tor zu schießen und dann wöre es sicher noch ein heißer Tanz geworden. So aber besiegelte das früh in der zweiten Halbzeit gefallene Tor zum 2:0 das Schicksal von Hansa. Nun heißt es wohl wieder 3. Liga, während wir noch hoffen können. Oder so.

Konspiration üben wir noch

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Alles gut ausgeklügelt. Perfekt geplant. Die Autoübergabe. Das große Auto musste zur Wartung, so dass der Pandi übergangsweise der Frau diente, um dann ganz effektiv an einem S-Bahnhof platziert zu werden. Aber wie macht man das mit dem Schlüssel? Verstecken! Auf dem Reifen. Ganz cool. Bis dahin alles gut. Und extra nur den nicht-elektrischen, denn wer weiß… Ja, aber was eigentlich? Was für ein Anfängerfehler (meine Idee). Denn so hinterlegt man ja nicht den Schlüssel, mit dem man gerade gefahren ist, sondern einen, der mal eben in einem Schlüsselkasten gesucht und gefunden werden musste. Argsh. Zum Glück gab es keine ultrawichtigen Termine.

Schreibtisch selbstgebaut

Schreibtisch

Heimwerkeralarm! Hier im Hause gab es längere Zeit mittlere Verzweiflung. Was für einen Schreibtisch soll das kleine Kind kriegen? Die klitzekleinen Kindertischlein taten es nicht mehr. Und das Kind bastelt ja fortwährend. Zwei kleine Tischlein nebeneinander für den Übergang waren auch nur eine mehr schlechte als rechte Übergangslösung. Etliche Möbelhaus-Besuche später, manche angetreten mit der festen Absicht, auf jeden Fall irgendwas zu kaufen, waren wir immer noch nicht schlauer.

Bei Freunden gab es dann eine schnellschnell zusammengeschraubte Variante, Platte plus 4 Beinchen. Und es erinnerte sich jemand der alten, mittlerweile nicht mehr genutzten Schreibtischplatte im Keller. Und zusammen mit dem bereits vorhanden Rollcontainerkasten von IKEA müsste das doch gehen. In der Tat, nur eben nicht schnell. Denn wenn so ein Projekt angegangen wird, dann richtig. Da soll nichts wackeln oder anderweitig instabil sein. Und die Größe muss ja auch etwas zukunftsorientiert sein. Also geplant und nachgedacht und noch mehr geplant und dann eingekauft, nicht nur Material, natürlich auch Werkzeug. Irgendwas fehlt ja immer. Und so zieht sich das dann eben über mehrere Tage/Wochen.

Aber! Das war dann wirklich mal meinProjekt. Da durfte selbst Vater/Opa nur helfende Handreichungen machen und Tipps geben. Gesägt, gebohrt, geschraubt. Alles ich. Vielleicht hätte ich die Frau mal fragen sollen, auf welcher Seite denn der Container sein soll. Links oder rechts? Habe ich aber nicht. Und nein, das kann man auch nicht mal eben so ändern.

Am Ende große Zufriedenheit. Stabilität ist alles. Das Kind kann da durchaus raufklettern und auch bei Bedarf mit der Freundin ein Tänzchen machen. Da wackelt nichts.

FC St. Pauli – 1. FC Union Berlin 2:1 – Und Jubel ohne Ende

Ständig Superlative, wenn ich über die Erlebnisse im Stadion berichte, aber egal. Gestern war wieder ein großer Tag.

Welcher Fan ist so richtig froh, wenn seine Mannschaft in der 70. Minute mit 2:0 oder höher führt und das Spiel dann locker über die Runden bringt? Wahrscheinlich jeder. Aber irgendwie ist da eine Leere. Ohne Drama ist doch alles nur halb so schön. Und davon gab es gestern eben wieder ordentlich. Rückstand. Vergebene Chancen an der Zahl. Dann der nicht gegebene Treffer von Ebbers in der 81. Minute. Von unserer Position war weder das Handspiel zu erahnen, noch der danach stattfindende Disput zu überblicken. Die Tormusik war bereits zu Ende und alle hatten sich minutenlang in den Armen gelegen, als dann klar wurde, dass es kein Tor war. Dank mobiler Kommunikation gab es dann aber bald erklärende Gerüchte. Und die Uhr tickte runter.

In der 85. Minute der Freistoß von Daube an die Latte und dann drei Minuten Nachspielzeit. Und ich glaube immer, immer, immer an ein Tor. Spätestens seit ich mich für meinen Pessimismus im Spiel Deutschland gegen Polen im Sommer 2006 so schelten lassen musste. Und dann passiert es! Fin Bartels, die 22, die der Sohn auf dem Trikot hat, macht das Ding in der 92. Minute. Endlich, endlich belohnt er sich mal für die tollen Leistungen der letzten Wochen. Und so war die Stimmung nach dem Spiel genauso euphorisch wie beim letzten großen Last-Minute-Sieg, wo ebenfalls Fin Bartels den Siegtreffer schoss.

Nachtrag noch zu Ebbers: Ich denke nicht, dass da jetzt die große Fairness-Hymne angestimmt werden muss. Das ganze war in erster Linie eben nicht dumm! Hier das Gegenteil zu behaupten und angesichts zu erwartender klarer Fernsehbilder fortan als Lügner dazustehen, wäre ja wohl richtig blöd gewesen. Insofern Gratulation, dass er da die Nerven behalten hat.

Super 8

Wie zuletzt schon ging ich auch hier mit skeptischer Grundstimmung ran. Aber bereits nach der Eingangssequenz war die weggeblasen und ich war mehr als drin. Ohne irgendwelche erläuternden Worte sieht man in einer Fabrik eine altmodische Motivationstafel, auf der die aktuelle Anzahl unfallfreier Tage dokumentiert ist. Ein Angestellter beginnt sich der einzelnen Zahlentafeln anzunehmen. Und es ist klar, dass was nicht stimmt. Dass der gemütliche Lauf des Lebens in den Endsiebzigern zumindest für einige Leute hier eine Wende nimmt. Das weckt Erinnerungen an Walk The Line, in dem mit dem Unfalltod des Bruders eröffnet wird.

Und dann dauert es nicht mehr lang und es kommt die erste große Action-Szene mit dem entgleisenden Zug, vor dem die sich Kinder alle knapp retten können. Zu dem Zeitpunkt war irgendwie schon klar, dass ich den Film ganz großartig finden werde. Da kann man einwenden, die Figuren seien zu einfach und stereotyp. Egal. Dass man das Monster vielleicht weniger hätte zeigen sollen oder alternativ ein ganz tolles neues Design hätte erfinden können. Mir auch egal. Und die Physik und der Magnetismus und so? Alles Latte.

Kurzum. Ich war begeistert. Ein Film im Stile der alten Amblin-Produktionen, nur eben noch ein bisschen dicker.

Kurzes Wundern über Lautern

Und ich dachte, wenigstens in Kaiserslautern ist man mittlerweile schlauer. Dem Verein wird diese Trainerentlassung auf kurze Sicht nichts bringen. Nicht mit dieser Mannschaft. Und so doof ich den Marco Kurz auch mal fand, damals in der gemeinsamen Zweitliga-Saison, so sehr respektierte ich den und staunte, was er in der letzten Saison möglich gemacht hatte.
Das Karussell dreht sich weiter, mal sehen wer diesmal aufspringt. Wahrscheinlich ist ein neuer echter Cheftrainer vor Saisonende sogar Quatsch, der sitzt nach dem Abstieg sicher auch nicht so richtig gut im Sattel. Viel Erfolg.

127 Hours

Wow. Eine wahre Geschichte, die jeder kennt. Habe ich damals noch im Spiegel (auf Papier) drüber gelesen, wie der Mann in dem Canyon über Tage mit dem Arm eingeklemmt ist und sich diesen dann irgendwann abschneiden muss.
Und dann ist der auch noch so unsympathisch. Das nun wieder im Film. In den ersten Minuten. Was’n Knalli. Ab dem Moment, wo der Sturz von Mensch und Brocken passiert, ist es aber vorbei mit der Antipathie. Danach wird der Film mit jeder Minute größer und größer. Und man weiß ja, dass es irgendwann passieren muss. Die Traumsequenzen, die Wahnvorstellungen, die einen immer wieder mal kurz aus dem Canyon rausholen und einen anderen Ausgang vorschlagen, bringen mich nicht davon ab. Jetzt muss es doch gleich passieren.
Dann geschieht es. Und auch danach ist es noch nicht vorbei. Wie hätte ich das im Kino ausggehalten. Ich bin im Zimmer auf und ab gerannt. Atemberaubend. Selbst nach allem, was ich schon gehört hatte – oder gerade deshalb, hätte ich nicht gedacht, wie großartig ich den Film finden würde. Ganz toll.
(Von meinen Tränen am Ende hätte er eventuell noch 24h länger ausgehalten können.)

Hanna

Oder auch Wer ist Hanna? – Man las und hörte ja fast nur überschwenglich positives. Bei mir so la-la. Sicher, tolle und ungewohnte Bilder. Ein großartig schrottiges Berlin. Passender Soundtrack von den Chemical Brothers. Gute Darsteller. Und im Kino hätte das sicher noch eindrücklicher gewirkt. Aber auch da wäre ich nicht um die Mängel rumgekommen. Die Story ist in meinen Augen sehr dünn. Das kennen wir alles schon. Muss nicht problematisch sein, mir hier trotzdem alles irgendwie zu wenig. Humor? Nicht, dass er nötig wäre. Es sollte aber hier und da humorvoll sein. Und das ging voll in die Hose. Der ganze Mittelteil mit der Reise durch Nordafrika/Südeuropa bremst die Dynamik und Spannung für mich völlig unverständlich aus. Die Auflösung bzgl. der Hintergründe und Motive ist viel zu simpel. Cate Blanchett ist zu sehr Comic-Figur. Ihre Schergen genauso. Die Kampfszenen nach der furiosen Bunkerszene sind alle eher Ballet. Positiv, dass alles mal wieder etwas entschleunigt daherkommt. Insgesamt aber sehr heterogen. Als hätte am Ende das Geld nicht mehr gereicht. Vielleicht war der Stunt Coordinator aber auch nur verhindert.

FC St. Pauli – Karlsruher SC 1:0

Unverhofft noch zu einer Karte gekommen. Kann man ja nicht nein sagen. Also hin. Und soviel Spaß gehabt, wie schon lange nicht mehr. Und das diesmal eher nicht wegen des Spieles an sich. Zum Haareraufen, so spielt eigentlich keine Mannschaft, die aufsteigen sollte. Dann auch sogar noch das Tor verpasst. Wegen des Umbau-Chaos und der reduzierten Toilettenkapazitäten. Wirklich bedenklich. Trotzdem runder Abend. Schöne Gespräche an einem lauen Vorfrühlingsabend. Und das Tor hab ich dann auch noch gesehen. Erst auf’m Recorder und dann noch im ZDF Heute Nacht.

Marsimoto – Hamburg, Große Freiheit, 11.03.2012


Was ist denn mit der Realness? Wer malt heute noch den Zug?
Frisch aus dem Urlaub. Rein ins Konzert. Hiphop. Die alte Leidenschaft. Und immer wieder ein paar Perlen. Diesmal überraschend in der Dropbox. Dank nach Düsseldorf.
Wollte das Konzert wegen der unklaren Urlaubsrückkehr eigentlich ignorieren. Aber dann hörte ich mich immer heißer. Da war’s dann auch schon ausverkauft. Doch die Frau mit den Beziehungen kam rechtzeitig aus Südamerika zurück und zack, alles wieder offen.
Und nun alles ganz in echt. Green Berlin heute in Hamburg. Glücklich tobende Menschen. So viele. Und die kennen alle Texte. Sehr sehr schön. Ich empfehle das Wellness-Video. Die Beteiligung der ganzen Deutschrap-Größen sagt alles…

Der fliegende Holländer

Ich bin ja nicht so der Theaterfreund. Aber mit den Kindern muss man auch mal ein bisschen Kultur machen. Und so gingen wir alle zu Wagners Der fliegende Holländer in das Alleetheater (Hamburger Kammeroper). Das ganze war über die Musikschule organisiert und wurde im Vorfeld mit einer Einführung für die Kinder versehen. Das war auch ganz prima, so konnten die mich ein bisschen vorbereiten und hatten es mit der nicht ganz so einfachen Handlung der Oper auch nicht so schwer. Denkt man nicht, dass das direkt mal ein Stoff für Fünf- und Sechsjährige ist. Aber das war alles ganz toll gemacht. Eine gelungene Mischung aus Ernst und Dunkelheit um den Holländer und die hin- und hergerissene Senta auf der einen Seite und den eher lustigen Erik mit seinem Schaf auf der anderen. Und das alles in einer sehr angenehmen Kompaktheit, so dass es nach kurzer Anfangsmüdigkeit – oh, ja Sonntagnachmittag – ganz frisch weiterging.
Interessant die unterschiedliche Rezeption der Kinder am Ende. Der eine wäre beim Erik geblieben, die andere wohl eher mit dem Holländer gegangen.
Das ganze war so schön, dass ich bald mal wieder sowas machen möchte und mich vielleicht sogar mal ins Erwachsenentheater traue.

Azealia Banks – 212 ft. Lazy Jay


Wie immer kennt das wahrscheinlich schon jeder außer mir. Was Azealia Banks macht, wird mir nicht alles gefallen. Aber 212 rockt gewaltig und macht Lust auf Tanzen, Tanzen, Tanzen.

Hugo Cabret

HugoIch war selten so bestimmt, einen Film unbedingt im Kino sehen zu wollen. Frank von Film Junk hatte da irgendwie ein paar Sensoren heftigst berührt. Und so lange das mit dem 3D noch geht, nix wie hin. Zumal alle insbesondere ob des 3D ernsthaft euphorisch waren. Und das trage ich alles direkt mit. Atemberaubende Bilder also für mich und die anderen vier Besucher in dem schönen großen Kino. (Hier preise ich auch noch mal die Anfangszeit 21:00. Mehr davon, überall.)
Die Szenerien in dem Pariser Bahnhof mit seinen gewaltigen Uhrwerken und dem ganzen anderen Technikkram ist so plastisch und räumlich dargestellt, da ist selbst die Abdunklung, Unschärfe und Entfärbung hinzunehmen.
Der Trailer, die FSK-Einordnung und das ganze Drumherum führen einen natürlich auf eine falsche Fährte. Auch das; kein Kinderfilm. Vielleicht können zehnjährige das verarbeiten. Alles da drunter: abenteuerlich. Neben den tollen Bildern gibt es dann diese wunderschön erzählte Geschichte über George Méliès, einen der Protagonisten des frühen Films. Und auch wenn ich ja nicht so der große Fan von Ben Gandhi Kingsley bin, war das alles sehr angenehm anzusehen. Ich kam auch nicht umhin, ernsthaft mizuhoffen und zu bangen. Für mich der schönste Film seit langem.

J. Edgar

J. EdgarGanz unspektukulär ins kleine Kino um die Ecke, weil keine Lust auf Stadt und Kram.
Eigentlich hätte es eher was leichtes an dem Abend sein sollen, aber wer kann Clint Eastwood schon widerstehen? Nach Changeling, den ich wirklich sehr schön fand, wieder so ein Period Piece. Das wieder bezieht sicher eher so auf meine persönliche Anschaureihenfolge, doch an sich sind nur wenige seiner Filme kein solches.
J. Edgar ist ein langsamer Film. Es wird zwischen den Zeitebenen gesprungen, was das Folgen mitunter schwierig macht. Aber die wichtigsten historischen Fakten waren mir zum Glück geläufig. Ich war an dem ganzen FBI-Gedöns ja schon immer interessiert. Der permanente Wechsel zwischen dem nahezu greisen, Memoiren diktierenden Hoover und der jüngeren Version, die die jeweiligen Vorgänge erlebt, war schon geeignet, die zum Teil recht trockenen Geschehnisse spannend aufzuarbeiten.
Respekt für die Schauspieler. Das war sicher brutale Arbeit, diese Masken, mein Gott.

The Black Keys – Hamburg 27.01.2012

The Black KeysEin ganz großer Abend lässt sich schleppend an. Der Anmarsch bei gefühlten -20 Grad war harsch. Und der Einlass ein Ebenbild von Atemstillstand. Dann sind plötzlich auch noch alle Garderoben voll. Portugal, Der Mensch jaulen sich unter großem Applaus ihr Finale zurecht. Immerhin sind schon Getränke am Start. Wenn man, wie ich zum ersten Mal seit Eminem vor 10 Jahren, in dieser Venue ist, muss an erstmal lernen, wo es lang geht. SPORTHALLE! Gehe zu den Tribünenplätzen an der Seite, die am dichtesten zur Bühne sind! Dritte, vierte Reihe von unten. Goldig! Für Menschen wie mich, klein von Geburt, ein Entzücken.

Vor zwei Monaten kannte ich The Black Keys noch nicht. Und dann sind sie plötzlich da. So unglaublich groß. Die Hits der aktuellen Platte haben sie gespielt. Und jede Menge ältere Songs, die ich zum Teil noch nie gehört hatte. Alles so souverän. Gitarrenalarm.

Und dann schau mal was der Schulz kann:

The Expendables natürlich ohne Achtjährige

Ich habe dem Film dann doch noch mal eine zweite Chance gegeben. Nachdem der Anfang des letzten Jahres in schlechter Grundstimmung irgendwie nur so vorbeigerauscht war, könnte dies nun der Beginn einer langen Freundschaft sein.

Natürlich darf jeder hier Zweifel äußern. Aber ich habe ja schon immer eine Schwäche für das Genre. Und wenn schon Unsinn, dann aber bitte richtig. Genau das hat Sylvester Stallone hier wirklich drauf. Figuren am Rande zur Absurdität, Monologe oder auch nur Sprüche direkt aus der Vorhölle sowie überschneller Kampfsport und putzige Explosionen. Bemerkenswert die funky Exposionspatronen bei denen Gebäude zerbersten und menschliches Gewebe splatattert. (3,5 von 4)

Rango mit drei Achtjährigen

Ich hatte viel gelesen und gehört über Rango. Und nun war er endlich da. Ich hatte ihn mir sofort angesehen. Hammer! Wieder ein Beispiel für: Wo die gelbe 6 drauf ist, ist nicht immer ein Kinderfilmchen drin. Das ist auch so deutscher Wahrnehmungsunsinn. Animationsfilm, aha, für Kinder. Ich habe lange überlegt, ob das schon was für den Großen ist.

Und dann ergab es sich hier heute einfach. Zwei Zusatzkinder im Haus. Der Sohn war schon morgens heiß auf einen Kinofilm zu Hause, der angesichts der Abwesenheit der kleinen Schwester ein realistisches Szenario war. Und meine Argumente haben funktioniert. Der zweite Teil der großen Zauberergeschichte kann noch warten. Starten wir das Experiment.

Und ich hatte Sorgen. Phasenweise ist der Film sehr düster, verhandelt echten Erwachsenenkram, seltsamer Humor. Aber das blenden die Jungs irgendwie aus. Ich fragte hier und da auch nach, um zu sehen, ob sie den groben Faden noch Blick hatten. Alles cool. Und dann gibt es wieder Phasen mit unglaublicher Action. Plus lustige Szenen und eine Rundumgeschichte, die sie wirklich schon erfassen können.

Die Westernszenerie erlaubt massenweise Referenzen, die die Kleinen noch nicht erkennen können. Wir aber. Ein großartiger Film.

(Viel Spaß bereiten übrigens die negativen Rezensionen auf Amazon.)

Moonrise Kingdom

Unglaublich aufregender Trailer zum neuen Film von Wes Anderson. Kann’s kaum erwarten. Royal galore…

Zur Erinnerung: The Crookes – Hamburg, Molotow – 30.11.2011

Oh, war das schön. Dank an Pia für die Geschenkeinladung zu dem Konzert, das ich ansonsten sicher verpasst hätte. Ganz toll mal wieder im Molotow zu sein, diesem Zwergenclub, wo man so dicht dran sein kann, wie sonst fast nirgends. Zauberhaft wie toll der Sänger singen kann und dies auch tat. Ganz groß werden die nie, denke ich. Sonst wäre die aktuelle Platte anders. Aber für mich eine der tollsten Musik-Sachen 2011.

Heinz Strunk – In Afrika

Heinz Strunk - In AfrikaPremium Content von Heinz Strunk. Hat wegen einiger Umpriorisierungen und Pausen aber trotzdem wieder ewig gedauert.

Das Leben könnte so schön sein. Mit ein wenig Muße, etwas Geld und vor allem mal ohne Kinder. Ein Buch über all die Laster… Trinken. Rauchen. Essen. Spielen. Frauen. Von allem aber nur ein bisschen. Sehr entspannt und wie immer putzig.

Am Ende dann aber die weltpolitische Keule. Und Apocalypse-Now-Zitate. Das Herz der Finsternis schlägt auch heute noch. Letzteres sollte man auch mal wieder lesen. Und das andere sehen.

Alles genau richtig.

& Thees Uhlmann singt uns ein Lied, Große Freiheit 36, Hamburg, 29.10.2011

Das war dann doch einfach noch mal zwei, drei Nummern größer. Was für ein schöner Abend. Denn auch die Frau war dabei. Ein Vorband-Act mehr, die Acapella-Bubis Anders aus Heidelberg. Prinzenalarm. Der erste Titel ging noch wegen Niedlichkeitsfaktor. Dann war aber auch gut. Imaginary Cities waren dann so okay wie letztes mal, nur war ich irgendwie noch viel ungeduldiger. Als es dann los ging, war das gleich so unglaublich groß. Schön zu sehen, dass vieles bei Thees noch situationsbezogen oder einfach so passiert. Keinen Moment Langeweile. Rock’n’roll. Ganz toll das Nachgedröhne beim Jay-Z-Song. Ging mir den ganzen Tag nicht aus dem Kopf. Irgendwie schade das der große Kleine noch nicht dabei war. Vielleicht beim nächsten Mal. Das gestern wäre die richtige Schule gewesen.

Weltwirtschaft, ach so kapriziös

Seit Wochen plane ich die Implementierung eines NAS-Systems für zu Hause. Und je mehr ich forschte, desto größer – aber auch schöner und verheißungsvoller wurde das Projekt. Und nun als im Prinzip alles klar war, kommt diese Flut. In einem relativ kleinen Teil dieser Welt könnte man meinen. Und doch groß genug, um die globale Festplattenherstellung so arg zu beschädigen, dass nun das schöne Projekt auf Eis liegt. Mal sehen wie lange. (Und natürlich sind meine Gedanken auch bei den unmittelbar Betroffenen.)

Ruhe in Frieden, alter Freund

Ruhe in Frieden, grauer FreundDas war nicht leicht. Aber es ging nicht mehr anders. Der gute alte Begleiter konnte nicht mehr. Der Lenker abgebrochen, das Tretlager Murks. Es knirschte und klapperte überall. Mit großem Aufwand hätte man sicher noch irgendwas machen können. Aber das wäre dann eher in ein Liebhaberprojekt ausgeartet, das dem eigentlichen Zweck, tagtäglich an irgendeinem zugigen U-Bahnhof der Stadt rumzustehen und auf seinen Einsatz zu warten, nicht angemessen gewesen wäre.

Insofern bleibt nur ein Nachruf auf die großen Zeiten. Es gibt wohl kaum einen Gegenstand, der mich so lange begleitet hat. Fast so alt wie ich, hatte ich als Kleinkind bereits auf dem Rad gesessen, auf einem klitzekleinen Sitz am Steuerrohr, die Füße auf putzigen Ausklapp-Pedalchen, die an der Gabel angebracht waren. Einen Helm gab es natürlich nicht, dafür aber Speichenschutz.

Das Rad gehörte meiner Mutter, wurde aber auch zu Kinder- und Jugendzeiten schon oft von mir benutzt, wenn mein Fahrrad irgendwie unpässlich war, wegen dubioser Reifenschäden, die manchmal monatelang anhielten. Ach, das war alles so schwer damals. Und schon immer hatte ich die Wendigkeit und gemütliche Übersetzung gemocht. Dieser Minirad genannte Typ war in unserem Wohngebiet eine Weile auch populäres Klauobjekt der Halbstarken, da es leicht zu einer Art Cross-Rad umzubauen war. Denn es gab bei uns natürlich keine BMX-Räder… Unser Hochsicherheitskeller hielt dem üblen Treiben aber stand.

Meine Mutter fuhr das Rad wohl bis kurz nach der Wende. Dann ging es irgendwie und irgendwann in meinen Besitz über und diente lange als Zweit- oder Drittrad für Gäste oder Touren mit unbestimmtem Verbleib an unsicheren/öffentlichen Orten. Dann gab es nochmal ein letztes halbes Jahr Dauereinsatz Messberg-Hafencity-Messberg und nun ist einfach Schluss. Mach’s gut.

Thees Uhlmann, M.A.U. Club, Rostock, 22.10.2011

Thees Uhlmann, M.A.U. Club, Rostock, 22.10.2011Nach vielen Jahren war ich endlich mal wieder für einen richtigen Besuch in der Stadt, in der alles begann. Zumindest das mit dem Bier und der Musik. Und dann konnte ich sogar den Popmusikskeptiker überzeugen, mit in ein Konzert zu kommen, das zum passenden Zeitpunkt stattfand. Was haben wir damals im MAU nicht alles gesehen. Heute ist das ein völlig neuer Laden und es gibt nichts zu meckern. Gute Lage, nettes Personal, alles schön klein und die Preise sowieso auch. Nach der Vorband Imaginary Cities, die ganz nett war und ein bisschen Umbau legen Thees Uhlmann und die Band dann los. Stimmung sofort bombig. Erstaunlich, mit was für einer Textsicherheit das Jungvolk da am Start ist. Ich war ja ewig nicht auf ‘nem Tomte-Konzert und war ein bisschen ahnungslos. Großartige Stimmung. Die Jungen und die Alten, die Mädchen und die Jungs. Alle ein fettes Lächeln im Gesicht. Natürlich werden nachher die Lieder knapp und dann muss noch mal der Hit ran. Aber auch das so cool und gewaltig mit nochmal rein und wieder raus. Atemberaubend. Toller Abend. Mal sehen, wie es dann am nächsten Samstag läuft.